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Jakob Ernst Koch – Zivilcourage

Pfarrer Jakob Ernst Koch (1897 – 1966) – unermüdlich | mutig | prophetisch
Bruchstücke eines Lebens…
Als letzter ist er der J.-E. Koch-Dynastie der Familientradition gefolgt und hat Theologie studiert. Ab 1922 wirkte er als Vikar in Wallern, ab 1926 Pfarrer in Hallstatt, ab 1928 Pfarrer in der Ramsau a/D.
Das 1931 eingeweihte Gipfelkreuz am Scheichenspitz wird Sinnbild seines Leben. Aus seiner Bergpredigt dazu: „Torheit dünkt es manchem zu sein, sich für ein einfaches Kreuz so zu mühen, ja sein Leben zu wagen. Wer mitgetragen…hat, der weiß, es war eine schier übermenschliche Arbeit. Es war uns eine Ehre, die Last zu tragen. Jeder von uns ist ein Kreuzträger. Bekenner wie einst braucht unsere Kirche, gerade in dieser Zeit des Abfalls…Dazu gehört Mut und Liebe.“
Durch sein Engagement im Ständestaat wird er zum Außenseiter seiner Kirche. Viele Evangelische begrüßen 1938 den ‚Anschluss’ an Hitlerdeutschland. Wenige leisten Widerstand gegen das Dritte Reich. Zu ihnen gehört J.E. Koch. Er sieht prophetisch weit, erkennt im Nationalsozialismus die antichristliche Einstellung. Er wagt es, gegen den Strom zu schwimmen, nimmt Feindschaft in Kauf. Er dient unermüdlich allen, die Hilfe benötigen. Pfr. Jakob Ernst Koch wird denunziert. Das führt zum Landesverweis: Gauverbot. Die Gestapo ist hinter ihm her. Ramsauer Bauern verstecken ihn auf einer Salzburger Alm. Was das für ihn, seine Frau und Töchter bedeutet, kann niemand erahnen. Er findet Zuflucht als Pfarrer in Württemberg. Auch dort…versteckt er im Pfarrhaus eine Jüdin. Auch dort…bei Kriegsende geht er vermittelnd den Franzosen entgegen, setzt sich als Schutzschild auf einen französischen Panzer. Das Angebot, Bürgermeister zu werden, lehnt er entschieden ab. Seine Berufung sieht er als Seelsorger und Hirte.

Dipl. Päd. Monika Faes

weitere Info: www.jakobernstkoch.at