Erntedankfest-2

Renovierung Evangelische Kirche

Renovierung der Evangelischen Kirche Ramsau zu Dachstein (2008)

Nach 110 Jahren wurde im Sommer 2008 die Evangelische Kirche zu Ramsau am Dachstein generalsaniert. Alle Fenster, einige Türen, die Turmuhr (Ziffernblätter mit Zeigerwerk), der Turm, die Gesimse, Verputz, Malereien, Ornamente und Schriften, Elektrifizierung, Blitzschutz, u.v.m. wurden im Projekt realisiert.

Für Richard Kogler war dieses Projekt eine Herausforderung. Hat er doch in 45 Berufsjahren am Bau stets nur mit Neubauten oder Umbauten mit modernen, neuen Materialien und Bauweisen zu tun gehabt. Dort konnte er schon von der Planung an seine Ideen und seine Kreativität einfließen lassen. Bei der Kirche war alles schon vorhanden, vorgegeben und es musste besonderes darauf geachtet werden, dass Baustoffe verwendet werden, die eine Sanierung von alten Bauteilen ermöglichen.

Nach dem Kirchweihfest am 10. August – wo die danach stattfindende Benefiz-Verlosung und auch das Bauernbuffet eine großartige finanzielle Starthilfe hervorbrachten – begannen am 11. August die Restaurierungsarbeiten der Außenfassaden der Kirche. Eine Woche später – am 18. August – wurde auch innen mit der Restaurierung begonnen. Bis 3. Oktober war alles fertig.  Am 4. Oktober fand dann in der neu restaurierten Kirche der Festgottesdienst für die Veranstaltung „Der Weg des Buches“ statt.

Mit Freude erzählte Hr. Kogler, dass das veranschlagte Budget an Fremdmittel trotz erhöhter Bauaufkommen (die Schäden am Turm waren viel größer als angenommen, einige zusätzliche Notwendigkeiten haben sich erst im Laufe der Arbeiten herausgestellt) eingehalten werden konnte. Dies verdanken wir zum Einem den großzügigen Spendern (Einzelspenden bis zu 3000,– Euro konnten verbucht werden) und vor allem auch den vielen freiwilligen Helfern, die, je nach ihren Möglichkeiten, an die 900 kostenlosen Arbeitsstunden erbracht haben.

Als schwierig erwiesen sich die Restaurationsarbeiten am Turm sowie die Sanierung der Fenster, insbesonders der Radfenster. Hierzu muss man wissen, dass die Verantwortlichen vom Denkmalschutz darauf bedacht sind, alte Materialien, alte Strukturen und alte Bauweisen zu erhalten bzw. einzuhalten. So wurden z. B. 3 Schichten Putz abgeschabt und dabei entdeckte man die ursprüngliche Farbe der Wände, die auch jetzt wieder verwendet wurde. Die Auffrischung der Ornamente und Schriften erforderte vom Maler hohes künstlerisches Können.

Die Fenster wurden mit einem so genannten „Restova Glas“, dass sich durch Lufteinschlüsse und unregelmäßiger Glasstärke kennzeichnet, ersetzt. Sie mussten extra nach Maß baugleich angefertigt werden. Das war eine große Herausforderung für die Tischler und den Glaser, die von allen mit Bravour gemeistert wurden.

Die Ziffernblätter der Turmuhr mussten ebenfalls genau nach altem Muster erneuert werden. Die Montage in Schwindel erregender Höhe war eine schwierige Aufgabe.

Aber auch die Maurer, Maler, Elektriker und alle freiwilligen Helfer waren gefordert und haben erfolgreich dazu beigetragen, dass unsere Kirche nach der nun erfolgten 1. Rundumrestaurierung nach der Eröffnung vor 113 Jahren in neuem Glanz erstrahlt.

Ein besonderer Dank geht von dieser Stelle aus auch an die vielen fleißigen Frauenhände, die es Wochenende für Wochenende möglich machten, dass die sonntäglichen Gottesdienste stattfinden konnten.

Folgende Firmen waren an der Restaurierung der Kirche beteiligt:

Gerüstbau: Erich Wimmer GmbH, 8942 Wörschach; Maurerarbeiten: Fischer Bau GmbH, 8970 Schladming; Malerarbeiten: Weitgasser KG, 8970 Schladming, Fenster u. Türen: Arbeitsgemeinschaft der Tischlereien Wieser – Perhab, Ramsau; Glaserarbeiten: Wolfgang Gressenbauer, 4580 Windischgarsten; Dachdecker u. Spengler: Ferdinand Pachernegg, 8970 Schladming; Elektro und Blitzschutz: Hans Reiter, Ramsau; Ziffernblätter: Schauer & Sachs Ges.m.b.H, 5023 Salzburg; Aussenanlagen: Teerag-Asdag AG, 5550 Radstadt